Das Schattendasein der Geschwister

Ge­schwis­tern schwerst- und lang­zeit­kranker Kinder kommt au­to­ma­tisch eine ganz be­son­dere Rolle zu. Die Sorge um das er­krankte Kind fes­selt nicht nur die Emo­tionen der El­tern für eine lange Zeit und lenkt sie kon­zen­triert auf das eine Kind, son­dern sie bringt auch den Rhythmus der ge­samten Fa­milie durch­ein­ander. Häufig bleibt ein El­tern­teil in der Klinik und ist für den Rest der Fa­milie nicht greifbar. Aber auch zu Hause be­nö­tigt das kranke Kind Pflege und Zu­wen­dung und wird schon da­durch be­vor­zugt be­han­delt. Erst mit der Zeit stellt sich eine ge­wisse „Nor­ma­li­tät“ ein, in der auch die Ge­schwister wieder Be­ach­tung finden. Ge­schwis­ter­kinder haben bis dahin schon ei­nige Krisen be­wäl­tigen müssen. Sie haben ge­lernt zu­rück­zu­ste­cken, mussten oft al­lein sein und viel­fach plötz­lich Ver­ant­wor­tung über­nehmen. Sie wurden von Ei­fer­sucht und Neid ge­plagt, si­cher­lich auch von Angst und Schuld und haben oft­mals den Wunsch ent­wi­ckelt, ihre El­tern schonen zu wollen.
Aus den El­tern­ver­einen Mit­tel­deutsch­lands hat sich das Ver­bund­pro­jekt für Ge­schwister ge­gründet, mit dem Ziel, eine ein­heit­liche Ver­sor­gung von Ge­schwis­tern schwerst­kranker Kinder in den neuen Bun­des­län­dern zu ge­währ­leisten. Dazu werden lang­jäh­rige Er­fah­rungen im Be­reich der Ge­schwis­ter­ar­beit so­wohl von ver­schie­denen Pro­fes­sionen und Ein­rich­tungen, als auch von Ge­schwis­tern selbst sy­n­er­ge­tisch zu­sam­men­ge­fasst. Ein pro­fes­sio­neller Kon­sens wird an­ge­strebt, wis­sen­schaft­lich fun­diert und eva­lu­iert. Ziel­grup­pen­spe­zi­fi­sche, spe­ziell ent­wi­ckelte psy­cho­so­ziale Mo­dule kommen zum Ein­satz. Diese mi­ni­mieren Ent­wick­lungs­ri­siken nach­weis­lich und för­dern see­li­sche Ge­sund­heit nach­haltig. Im Sinne der Prä­ven­tion werden so­wohl auf in­di­vi­du­eller, als auch auf fa­mi­li­ärer Ebene Res­sourcen ent­deckt, ge­stärkt und wieder nutzbar ge­macht.


 

Geschwistercamp 2017

Geschwistercamp_2017

Vier un­serer Ge­schwis­ter­kinder waren Mitte Juli ge­meinsam mit un­serer So­zi­al­päd­agogin Laura und wei­teren 26 Ge­schwis­ter­kin­dern un­serer Ver­bund­partner aus Dresden, Mag­de­burg und Halle im Eu­rohof in Hai­ne­walde zu Gast.

 

Geschwistercamp 2016

Geschwistercamp 2016

Mit einer Zeit­reise zu­rück ins Mit­tel­alter be­gann das Ge­schwis­ter­camp am 27. Juni, bei dem un­sere So­zi­al­ar­bei­terin Laura ge­meinsam mit un­serer Prak­ti­kantin mit sieben Kin­dern und Ju­gend­li­chen zwi­schen sieben und fünf­zehn Jahren dabei waren. Ge­meinsam mit den Dresdner und Mag­de­burger Ver­einen ver­brachten ins­ge­samt 24 Ge­schwister mit sechs Be­treuern eine Woche in einem Guts­haus beim Was­ser­schloss Oberau in der Nähe von Meißen.

 

Supersommercamp 2015

Supersommercamp 2015

„Es war viel zu schnell vorbei.“ – So das Re­sümee un­serer fünf Teil­nehmer des Su­per­som­mer­camps 2015. Bei dieser or­ga­ni­sierten Ge­schwis­ter­frei­zeit stehen die Ver­mitt­lung von Pro­blem­lö­se­stra­te­gien und die För­de­rung so­zialer Kom­pe­tenzen auf dem Pro­gramm, gen­auso wichtig ist aber auch die Aus­zeit vom Alltag und das be­deutet jede Menge Spaß. Und so schwitzten un­sere Ge­schwis­ter­kinder sowie un­sere So­zi­al­ar­bei­terin Laura und unser Prak­ti­kant acht Tage bei hoch­som­mer­li­chen Tem­pe­ra­turen am Chiemsee.

 

Segeltour 2014

Segeln 2014

Erst­malig gab es eine Se­gel­tour für ver­waiste und nicht ver­waiste ju­gend­liche Ge­schwister, die be­treut von un­serer So­zi­al­päd­agogin Na­dine Thieme und Do­ro­thea Krom­phardt (Clown Knuddel in Zivil), eine Woche vor der hol­län­di­schen Küste in See sta­chen. Trotz Regen, Sturm und Kälte er­lebten 18 Kinder und Ju­gend­liche zwi­schen 13 und 23 Jahren eine un­ver­ge­ss­liche Zeit, bei der alle an Bord zwar an ihre Grenzen kamen, aber auch voller Stolz „ihren Mann“ standen, um die Segel zu setzen und das Schiff durchs Meer zu ge­leiten.

 

Supersommercamp 2014

Supersommercamp 2014 Supersommercamp 2014_2

Die Krebser­kran­kung eines Kindes stellt auch die Ge­schwis­ter­kinder vor große Her­aus­for­de­rungen. Sie müssen ebenso lernen, mit dem ver­än­derten Alltag um­zu­gehen und oft­mals für be­stimmte Zeit auf ein El­tern­teil ver­zichten. Nicht selten stehen sie im Schatten ihres kranken Bru­ders oder ihrer kranken Schwester und ihre ei­genen Be­dürf­nisse treten in den Hin­ter­grund. Daher ist es wichtig, auch für sie Ver­schnauf­pausen zu schaffen, in denen sie im Mit­tel­punkt stehen und den be­las­tenden Alltag zu­rück lassen können. Aus diesem Grund haben wir nun schon zum zweiten Mal am Su­per­som­mer­camp, einer or­ga­ni­sierten Ge­schwis­ter­frei­zeit mit ins­ge­samt 63 Kin­dern im Alter von 7 bis 13 Jahren, teil­ge­nommen.

 

Supersommercamp 2013

Supersommercamp 2013

Zehn Tage am Chiemsee mit ins­ge­samt 60 Ge­schwis­tern krebs­kranker bzw. chro­nisch kranker Kinder – das durften neun un­serer Ge­schwis­ter­kinder vom 15. bis 24.07.2013 beim Su­per­som­mer­camp des Ver­bunds für Ge­schwister er­leben!

 


Veranstaltungen

Keine aktuellen Veranstaltungen.

Spenden

Spendenkonto:

Sammelaktion

Folgen Sie unserem Spendenaufruf und übergeben Sie Ihre leeren Tin­ten­pa­tron­en sowie Tonerkartuschen der Firma Cartridge-Space GmbH.