Jähr­lich er­kranken in Deutsch­land über 2000 Kinder an Krebs. Früher musste fast jedes Kind an dieser heim­tücki­schen Krank­heit sterben. Dank großer Fort­schritte in der me­di­zi­ni­schen For­schung ist es heute mög­lich, ca. zwei Drittel aller be­han­delten Kinder zu heilen. Dafür müssen sich die Kinder je­doch einer lang­wie­rigen Krebs­the­rapie mit vielen schweren Ne­ben­wir­kungen, wie Haar­aus­fall, Er­bre­chen, Ent­zün­dungen und Schmerzen un­ter­ziehen. Lange Kran­ken­haus­auf­ent­halte und die daraus re­sul­tie­rende nicht selten mo­na­te­lange an­dau­ernde Tren­nung der Fa­mi­li­en­mit­glieder führen häufig zu Über­for­de­rung der ge­samten Fa­milie mit be­ruf­li­chen und fi­nan­zi­ellen Pro­blemen.

Die Fa­mi­lien stehen dem täg­li­chen, nüch­ternen me­di­zi­ni­schen Alltag, der fraglos für die Hei­lung der Pa­ti­enten not­wendig ist, oft ratlos ge­gen­über. Be­trof­fene El­tern, die das gleiche Schicksal teilen, brau­chen in den Jahren des Kampfes gegen eine über­mäch­tige Er­kran­kung eine An­lauf­stelle, an der El­tern un­ge­stört und ohne Hem­mungen über ihre Pro­bleme spre­chen können.

Mit un­serer in Thü­ringen ein­ma­ligen Be­ra­tungs­stelle für Fa­mi­lien mit einem krebs­kranken Kind wurde ein Ort un­weit der Klinik ge­schaffen, wo die be­trof­fenen Fa­mi­lien ein­fühl­same und ver­ständ­nis­volle An­sprech­partner für ihre Pro­bleme finden. Viele Ängste und Sorgen spre­chen sie hier zum ersten Mal an, da sie ihre Ver­wandten und Freunde, oft sogar den Ehe­partner damit nicht be­lasten wollen. Meist ver­lassen Sie die Be­ra­tungs­stelle we­sent­lich ent­spannter und ru­higer, als sie sie auf­suchten. Die see­li­sche Be­las­tung wird durch solche Ge­spräche oft so­weit ver­min­dert, dass die El­tern wieder fähig sind, auch ihrem kranken Kind auf Sta­tion wieder Mut zu ma­chen und Kraft zu geben sowie die im­mense Be­treu­ungs­ar­beit gut zu be­wäl­tigen.

Durch fast täg­liche Be­suche auf der Kin­der­krebs­sta­tion sind die Mit­ar­beiter der Be­treu­ungs­stelle über die Sorgen von El­tern und Kin­dern in­for­miert und können so zeit­nahe Hilfe an­bieten. Zu den An­ge­boten der Be­ra­tungs­stelle ge­hören aber auch prak­ti­sche Hilfen, wie die kurz­zei­tige Be­treuung der Ge­schwis­ter­kinder, Ein­käufe, Be­hör­den­gänge, Schrift­ver­kehr mit Äm­tern und Be­hörden, bis hin zur Klä­rung manch schwie­riger pri­vater Pro­blem­si­tua­tionen.

Die El­tern auf­fangen und auf­klären, ihnen Hoff­nung geben und bei­stehen - dies sind die vier we­sent­li­chen Aspekte un­serer Be­treu­ungs­ar­beit.

 


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